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Traditionelle Chinesische Medizin
Die ersten chinesischen Aufzeichnungen über Krankheit und Heilung werden weit vor Christi Geburt angesiedelt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) basiert somit auf einem bereits seit Jahrtausenden überlieferten und immer wieder weiterentwickelten Erfahrungsschatz. Auch die Erkenntnisse der westlichen Medizin fließen in die Behandlungen ein, um so Erfahrungen aus anderen Kulturkreisen zu nützen.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt ein Organismus als gesund, wenn
- Yin (= Substanzen wie Blut, Flüssigkeiten, Knochen, Muskeln etc.) und
- Yang (= Energie wie Gedanken, Handlungsmotivation, Lebenslust etc.)
im Gleichgewicht sind und ein reibungsloser, ungehinderter Qi-Fluss gewährleistet ist. Qi entsteht aus Yin und Yang und ist gleichzeitig der Mittler zwischen Materie und Energie. Es versorgt alle Organe und Strukturen mit Nährstoffen und schützt vor pathogenen Einflüssen. Für ein funktionierendes Immunsystem im modernen westlichen Sinn muss genügend Qi vorhanden sein.
Die Traditionelle Chinesische Medizin umfasst mehrere Anwendungen, die wichtigsten sind die Kräuterheilkunde, Chinesische Diätetik (Ernährungslehre), Akupunktur, Moxibustion, Tuina-Massage und Qi Gong.
In der TCM wird keine regelrechte Unterscheidung zwischen Nahrungsmitteln und Arzneimittel getroffen. Die Grenzen hierfür sind fließend. Gemäß der Chinesischen Diätetik kann jedes Nahrungsmittel heilende Wirkung entfalten. Ausnahmen sind denaturierte Nahrungsmittel, die auch keine Lebensmittel mehr sind, da sie über keinerlei Lebensenergie (Qi) mehr verfügen, und der Körper mehr Energie benötigt sie zu verdauen, als er davon an Energie gewinnt.
Qi wird meist als Lebensenergie oder Lebenskraft übersetzt. Ist das Qi in Fluss und genügend davon vorhanden, spricht man von Harmonie und Gesundheit. Stagniert es oder liegt ein Mangel vor, treten Beschwerden und Krankheitsbilder auf.
Die medizinale Wirkung von Nahrungsmitteln wird durch ihren Geschmack (süßlich, scharf, sauer, bitter, salzig) und durch ihre thermische Wirkung bestimmt. Die Einteilung erfolgt in kalte, kühle, neutrale, warme und heiße Nahrungsmittel.
Plantage
In der chinesischen Pflanzenkunde wird eine Unzahl von Pflanzen von der Wurzel über die Samen bis zur Frucht erläutert und ihre Wirkungen für die Heilkunde beschrieben. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten, um die Wirkstoffe der Kräuter auf das Krankheitsbild des Patienten individuell abstimmen zu können. So stehen den Heilpraktikern und Ärzten unzählige Arzneimittelkombinationen mit unterschiedlichen Wirkrichtungen und Indikationen zur Verfügung.
Aber im asiatischen Raum finden nicht nur "individuelle Rezepturen" Eingang in die TCM-Apotheken - vom "gemeinen Kopfschmerz" bis hin zum "grippalen Infekt" gibt es genauso Fertigpräparate wie in unseren heimischen Apotheken.
In diesem Sinne verstehen sich auch unsere NOREWELL-Produkte.





